In der Stadthalle von Weißenthurm fand eine große Übung statt, bei der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Weißenthurm, der DRK‑Rettungsdienst Rhein‑Mosel‑Eifel gGmbH und Einheiten des Katastrophenschutzes des Landkreises Mayen‑Koblenz zusammenarbeiteten.
Das simulierte Szenario war ein brennendes Gebäude mit starkem Rauch. Viele Menschen wurden verletzt, sodass rund 30 verletzte Personen – in der Übung realistisch gemockt – versorgt werden mussten. Insgesamt nahmen etwa 100 Feuerwehrkräfte, 80 Rettungsdienst‑ und Katastrophenschutzkräfte teil.
Von Beginn an mussten alle Führungsstufen durchlaufen werden. Der erste Staffelführer, nachrückende Zugführer, die Bildung mehrerer Einsatzabschnitte und die späteren Führungsstaffeln wurden realistisch umgesetzt. Die Einsatzkräfte arbeiteten in vier Abschnitten; parallel wurde ein Gesundheitsabschnitt mit dem leitenden Notarzt und dem organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes aufgebaut.
Ein Schwerpunkt lag auf der Menschenrettung mit Atemschutz. Viele Atemschutzgeräteträger üben, ohne Sicht, in das Gebäude zu gehen, um Verletzte zu finden und zu retten. Akustische Reize, Lichteffekte und starke Verrauchung wurden eingesetzt, um die Situation möglichst realistisch darzustellen. Für die Entrauchung kam ein Großlüfter zum Einsatz; ein Gerätewagen lieferte zusätzliche Atemschutzgeräte.
Die Versorgung der Verletzten wurde von DRK‑Auszubildenden und schnellen Einsatzgruppen übernommen. Anschließend versorgte die Schnelleinsatzgruppe das Deutsche Rote Kreuz.




Bürgermeister Thomas Przybylla, Kreisbeigeordneter Jens Firmenich und Geschäftsführer Eberhard Steinhäuser der DRK‑Rettungsdienst GmbH begutachteten vor Ort die Übung. Przybylla betonte: „Eine leistungsfähige Gefahrenabwehr entsteht durch konsequente Ausbildung, moderne Technik und regelmäßiges gemeinsames Training.“
Wehrleiter Arnd Lenarz lobte die taktische und organisatorische Vorbereitung: „Wir sind gut auf anspruchsvolle Lagen vorbereitet, die Zusammenarbeit war eng und reibungslos.“
Torsten Schnack, Organisator und Wehrführer, wurde für die Vorbereitung gelobt: „Eine Übung dieser Größe erfordert enorme Vorbereitung und Detailarbeit.“
Der stellvertretende Wehrleiter Marco Ihrlich hob die operative Führungsarbeit hervor: „Wir mussten jede Führungsstufe von der ersten Fahrzeugstation bis zur Führungsstaffel sauber aufbauen.“
Alle beteiligten Organisationen schlossen mit einem positiven Fazit: Die Erkenntnisse aus dieser realitätsnahen Übung fließen nun in die weitere Ausbildung und Einsatzplanung ein.
(PM VG Weißenthurm,red)