Im Jahr 2006 entstand durch das außergewöhnliche Engagement einiger weniger Menschen im rheinland-pfälzischen Katastrophenschutz ein besonderer Zusammenschluss: Die „Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz“ (AG HiK) vereint die Kräfte von fünf großen Hilfsorganisationen: dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und dem Malteser Hilfsdienst.

Am 10. September 2026 feierte die Arbeitsgemeinschaft in Mainz ihr 20-jähriges Bestehen.

Was vor zwei Jahrzehnten mit einem ersten Austausch und einer gemeinsamen Vision begann, hat sich zu einer etablierten und leistungsfähigen Interessenvertretung der Hilfsorganisationen im rheinland-pfälzischen Katastrophenschutz entwickelt.

Die AG HiK führt die unterschiedlichen Perspektiven der fünf Organisationen zusammen, erarbeitet gemeinsame Positionen und Forderungen und bietet Raum für einen kontinuierlichen Austausch.

Auch bei größeren Einsatzlagen übernimmt die Arbeitsgemeinschaft eine wichtige Aufgabe. Die Ressourcen der beteiligten Hilfsorganisationen können gebündelt werden, um gemeinsam schnell und wirkungsvoll zu reagieren. Bei größeren Einsatzlagen entsendet die AG HiK zudem eine Verbindungsperson in das Lagezentrum des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz.

Darüber hinaus tritt die Leitungsgruppe der AG HiK zusammen, um die Einsatzkräfte der gesamten „weißen Schiene“ zu koordinieren und zu steuern. In dieser Form ist der Zusammenschluss nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft deutschlandweit einzigartig.

„Eine enorme Entwicklung des gesamten Katastrophenschutzes“

Rainer Hoffmann, Gründungsmitglied und aktueller Vorsitzender der AG HiK, blickt anlässlich des Jubiläums auf die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre zurück:

„Was in den vergangenen 20 Jahren geschaffen wurde, kann die fünf Hilfsorganisationen nicht nur stolz machen, sondern stellt auch eine enorme Entwicklung des gesamten Katastrophenschutzes in Rheinland-Pfalz dar. Auch und insbesondere durch herausfordernde Einsatzlagen in der jüngsten Vergangenheit haben wir uns noch einmal deutlich weiterentwickelt. Einsatzlagen verändern sich stetig. Durch unser gebündeltes Know-how und durch die Kombination unserer Fähigkeiten können wir jederzeit schnell, flexibel und professionell auf sich verändernde Bedingungen reagieren. Deutlich ist auch, dass es uns durch die AG HiK gelungen ist, den Anliegen der Hilfsorganisationen mehr Gehör zu verschaffen.“

Jubiläumsfeier im rheinland-pfälzischen Landtag

Zur akademischen Feier anlässlich des 20-jährigen Bestehens kamen am Donnerstag in der Eventlocation „Esszimmer“ des rheinland-pfälzischen Landtages in Mainz Vertreterinnen und Vertreter aller fünf Hilfsorganisationen sowie des Landes Rheinland-Pfalz zusammen. Ebenfalls eingeladen waren Freunde, Partner und Wegbegleiter der AG HiK.

Nach den Grußworten der jeweiligen Verbandsspitzen wurden zentrale Meilensteine aus zwei Jahrzehnten gemeinsamer Arbeit beleuchtet. Gleichzeitig richtete sich der Blick nach vorne: Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich der Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz angesichts neuer Herausforderungen weiterentwickeln muss und welche Rolle die AG HiK dabei künftig übernehmen kann.

Das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen sowie die jüngsten strukturellen Veränderungen auf Landesebene.

Daran anschließend beschäftigte sich die AG HiK mit ihrer eigenen Zukunft. Thematisiert wurden unter anderem die weitere Zusammenarbeit mit dem Land, aktuelle Forderungen der Hilfsorganisationen sowie die Frage, wie die gemeinsame Stimme der fünf Organisationen auch künftig wirkungsvoll für einen leistungsfähigen Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz eingesetzt werden kann.

Gemeinsame Stärke für den Katastrophenschutz

Das 20-jährige Bestehen der AG HiK steht nicht nur für einen erfolgreichen gemeinsamen Weg, sondern auch für die Überzeugung, dass die Herausforderungen im Katastrophenschutz am wirkungsvollsten gemeinsam bewältigt werden können.

Mit fünf starken Hilfsorganisationen, einer gemeinsamen Stimme und einem klaren Blick auf die kommenden Herausforderungen möchte die AG HiK auch künftig ihren Beitrag dazu leisten, dass Rheinland-Pfalz auf Krisen und Katastrophen gut vorbereitet ist.

Zum Jubiläum bedankt sich die Arbeitsgemeinschaft bei allen, die sie in den vergangenen 20 Jahren begleitet und unterstützt haben und gemeinsam mit ihr den Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz weiterentwickelt haben.

Ein besonderer Dank gilt dabei dem Land Rheinland-Pfalz für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit.

(PM DRK LV RLP, red [LW])