Am Dienstag, den 02.06.2026, wurden die Feuerwehren aus Langenhahn, Bellingen, Enspel und Stockum-Püschen um 16:34 Uhr zu einem gemeldeten Gasgeruch nach Langenhahn alarmiert. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass aus einem in die Erde eingelassenen Flüssiggastank Gas austrat. Aufgrund der besonderen Gefahrenlage wurden im weiteren Einsatzverlauf zahlreiche zusätzliche Spezialkräfte hinzugezogen.
Nachalarmiert wurden sämtliche Teileinheiten des Gefahrstoffzuges des Westerwaldkreises aus Rennerod, Ransbach-Baumbach und Höhr-Grenzhausen. Darüber hinaus unterstützte der DRK-Ortsverein Westerburg die Einsatzmaßnahmen. Ebenfalls alarmiert wurden die Führungsstaffel der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Westerburg, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie der Leitende Notarzt des Westerwaldkreises.
Zum Schutz der Bevölkerung und zur Absicherung des Gefahrenbereichs mussten die B255 sowie die L304 in Langenhahn vollständig für den Verkehr gesperrt werden. Mehrere Anwohner im unmittelbaren Umfeld des betroffenen Gastanks wurden vorsorglich aufgefordert, ihre Wohnhäuser zu verlassen und vorübergehend bei Bekannten unterzukommen. Nach umfangreichen Messungen im Innen- und Außenbereich durch die Spezialkräfte des Gefahrstoffzuges konnten die Betroffenen später wieder in ihre Häuser zurückkehren.



Da das Leck am Flüssiggastank nicht abgedichtet werden konnte, entschieden die Verantwortlichen, den verbliebenen Tankinhalt abzupumpen. Hierfür wurde ein spezialisiertes Fachunternehmen hinzugezogen. Um den weiteren Gasaustritt möglichst gering zu halten, fluteten die Einsatzkräfte den sogenannten Domdeckel des Tanks mit Wasser.
Im Verlauf des Einsatzes wurde zudem Kontakt mit dem Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) aufgenommen. Dabei handelt es sich um ein freiwilliges Unterstützungssystem der chemischen Industrie, dem rund 130 Chemiewerke und Werkfeuerwehren angehören. Die Experten unterstützten die Einsatzleitung telefonisch mit ihrem Fachwissen.
Zwei Personen mussten vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt und zur Beobachtung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden. Beide konnten die Klinik zwischenzeitlich wieder verlassen.
Der Einsatz endete für die beteiligten Feuerwehren gegen 00:30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Straßensperrungen aufgehoben. Die Ursache für die Leckage an dem Flüssiggastank ist weiterhin unklar.
(PM FW VG Westerburg, red [LW])