Die warmen Temperaturen und die bislang ausgebliebenen ergiebigen Niederschläge sorgen auf den rheinland-pfälzischen Bundeswasserstraßen weiterhin für sehr niedrige Wasserstände. Zwar brachten die jüngsten Regenfälle nach den heißen Tagen etwas Abkühlung, die Pegelstände der Flüsse bleiben jedoch auf niedrigem Niveau.
Durch die zurückweichenden Uferlinien werden derzeit Bereiche des Flussbettes sichtbar, die sonst unter Wasser liegen. Neben freiliegenden Kiesbänken können dort auch erhebliche und lebensgefährliche Gefahren verborgen sein. Die Wasserschutzpolizei Rheinland-Pfalz richtet deshalb einen dringenden Appell an die Bevölkerung.
Munitionsfunde: Finger weg und Polizei verständigen
Durch die niedrigen Wasserstände werden vermehrt alte Munitions- und Kampfmittelreste sichtbar. Die Polizei bittet ausdrücklich darum, nicht gezielt nach solchen Gegenständen zu suchen und Uferbereiche nicht aus diesem Grund zu betreten.
Wer zufällig auf einen verdächtigen Gegenstand stößt, sollte diesen keinesfalls anfassen oder bewegen. Stattdessen gilt es, Abstand zu halten und umgehend die Polizei zu verständigen. Der Fundort sollte – sofern dies gefahrlos möglich ist – markiert werden.
Auch alte oder beschädigt wirkende Gegenstände können weiterhin gefährlich sein. Kampfmittel können trotz ihrer langen Liegezeit im Wasser äußerst empfindlich auf Erschütterungen reagieren und bereits durch eine geringe Berührung zur Detonation gebracht werden.
Die Mitnahme und das Sammeln solcher Gegenstände sind zudem strafbar.
Baden in Fließgewässern bleibt lebensgefährlich
Auch die derzeit flachen Uferbereiche stellen keine sicheren Badeplätze dar. Die Wasserschutzpolizei warnt eindringlich davor, in Fließgewässern zu schwimmen oder zu baden.
Der scheinbar ruhige und niedrige Wasserstand kann trügerisch sein. Durch das verengte Flussbett können sich starke Strömungen und Strudel verstärken. Hinzu kommt die Sogwirkung vorbeifahrender Schiffe: Personen können aus den flachen Uferbereichen direkt unter ein Schiff oder in die Strömung gezogen werden.
Darüber hinaus kann der Flussgrund unvermittelt steil abfallen. Plötzlich auftretende Tiefenunterschiede können dadurch zu einer lebensgefährlichen Situation führen.
(PM POL, red [LW], Symbolbild)