Im Rahmen der europaweiten Kontrollaktion „Speed“, zu der auch der bundesweite Speedmarathon am 15. April 2026 gehörte, hat sich Rheinland-Pfalz erneut mit umfangreichen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beteiligt. Ziel der durch das europäische Polizeinetzwerk ROADPOL organisierte Aktionswoche ist es, auf die Risiken überhöhter Geschwindigkeit hinzuweisen und durch konsequente Kontrollen das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmenden zu schärfen.

Innenminister Michael Ebling betonte die anhaltende Bedeutung des Themas: „Nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle, insbesondere auf Landstraßen. Die Entwicklung der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr ist ein deutliches Alarmsignal. 2025 sind mehr Menschen im Straßenverkehr verletzt worden und deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als im Vorjahr. Das zeigt: Wir müssen weiter konsequent handeln. Maßnahmen wie die Speedweek sind ein wichtiger Baustein für die Verkehrssicherheit und können Leben retten.“

Während der Aktionswoche wurden insgesamt 48.741 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Allein am Speedmarathon am 15. April 2026 registrierten die Einsatzkräfte 6.715 Verstöße. Davon entfielen 1.904 Verstöße auf polizeiliche Kontrollen, darunter 602 am Speedmarathon selbst. Weitere 46.837 Verstöße wurden durch automatisierte Geschwindigkeitsmessanlagen erfasst, davon 6.113 am Aktionstag.

Neben Tempoverstößen ahndeten die Einsatzkräfte auch weitere Ordnungswidrigkeiten, etwa Verstöße gegen die Gurtpflicht oder unerlaubte Handynutzung am Steuer.

Ebling stellte klar, dass nicht die reine Anzahl der Verstöße im Mittelpunkt stehe: „Ziel der Kontrollwoche ist es nicht, möglichst viele Verstöße festzustellen, sondern Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren. Die Maßnahmen haben vor allem einen präventiven Charakter und sollen die Sicherheit auf unseren Straßen nachhaltig erhöhen.“

Die europaweite Aktionswoche unter Federführung von ROADPOL setzt damit weiterhin einen klaren Fokus auf die Reduzierung von Geschwindigkeitsüberschreitungen und die langfristige Verbesserung der Verkehrssicherheit.

(PM MdI, red [LW])